Toro Gitarre - G&B
| Presse - Testberichte |
Denn hier bauen die Teilnehmer der bekannten Gitarrenbau-Kurse von Formentera Guitars
unter fachlicher Anleitung ihre Traum-Instrumente selbst.
Übersicht Fabrikat: Formentera Guitars
Modell: Toro
Herkunftsland: Deutschland/Spanien
Typ: Solidbody E-Gitarre
Mensur: 647 mm
Hals: Riegelahorn, verleimt Ebenholz-Griffbrett mit Einfassung, 22 Medium-Bünde
Halsform: C, oval
Halsbreite: Sattel 44,50 mm XII. 52,00 mm
Halsdicke: I. 21,00 mm; V. 22,00 mm XII. 24,00 mm
Korpus: Sumpfesche, zweiteilig mit zwei Hohlkammern, aufgeleimte konturierte Decke aus Wenge
Oberflächen: Natur, matt lackiert
Tonabnehmer: 3 x Formentera Single-coil-Pickups in Strat-Form, staggered; L.R. Piezo-Pickup
Bedienfeld: 1x Fünfweg-Schalter, 1x Volume, 1x Tone (PushPull), 1x Überblendregler,
Trim-Potis an Shadow-Preamp für Piezo-Pickup
Steg/Vibratosystem: L.R. Baggs Power Bridge, Einteiler Hardware: Chrom
Mechaniken: Kluson Roundbacks gekapselt, 15:1
Saitenlage: E-1 1,6 mm; E-6 1,7 mm
Sonstiges: Nicht käuflich zu erwerben,
Gitarre kann in Kursen nachgebaut werden.
Gewicht: 2,65 kg
Getestet mit: Fender Pro Reverb Reussenzehn Reu-o-Grande-Top plus Box
Linkshand-Version: Ja
Preis: ca. € 1895 € 1600 Basis-Preis, mit€ 50 Aufpreis für die Decke, € 15 fürs Ebenholz-Griffbrett,
€ 200 für die L.R.-Baggs-Brücke und€ 30 für den Shadow Preamp/EQ
Um zu demonstrieren, was in solch einem Gitarrenbau-Kurs möglich, hat Ekkehard Hoffman,
der Formetera Guitars zurzeit betreibt,uns das Modell Toro geschickt.
Die Toro ist Hoffmanns eigenes Design, aber gleichzeitig das Modell,
das in den letzten drei Jahre das meistgebaute in den Kursen gewesen war.
konstruktion
Toro, zu Deutsch „Stier", ist ein treffender Name, denn der Korpus der Gitarre verfügt in der Tat
über zwei spitze Hörner, die ein wenig von der ansonsten recht PRS-ähnlichen Konstruktion ablenken.
In die aus zwei Teilen Sumpfesche bestehende Basis des Korpus wurden zwei große Hohlkammern
gefräst, die optisch allerdings nicht auffallen.Im Gegenteil, eine wild gemaserte und bookmatched
verleimte Decke aus Wenge verdeckt die beide Kammern. Diese Decke ist sehr schön konturiert,
und die Erhebung ihres Mittelteils setzt sich bis in die Spitzen der Korpushörner fort. Das schmeichelt
nicht nur dem Auge, sondern auch der Hand, wenn sie die Decke streichelt, die genau wie der
Rest der Gitarre matt lackiert ist.
In einem recht flachen Winkel wurde der Ahornhals in den Korpus geleimt, und der Hals/Korpus-Übergang
findet am 19. Bund statt, so dass man ohne große Anstrengung auch den obersten
der 22 Bünde erreichen und bespielen kann. Im Ebenholz-Griffbrett, in dem nette Stierkopfeinlagen
am 12. Bund noch einmal an die Herkunft und den Namen dieser Gitarre erinnern,
befindet sich im 20. Bund ein durch eine versenkt angebrachte Imbus-Schraube
fixiertes Holzblättchen, dass den Zugang zum Halseinstellstab darstellt. So bleibt die an sich schon
bruchgefährdete Stelle am Hals/Kopf-platten-Übergang davon verschont, was durchaus sinnvoll ist.
Auf der leicht nach hinten gewinkelten Kopfplatte sind die Kluson-Mechaniken symmetrisch
in 3:3-Konfigurationangeordnet, ganz oben prangt stolz ein aufwändiges Firmen-Abzeichen aus Silber
mit der Silhouette von Formentera. Mal was anderes als ein schnöder Aufkleber!
Die Saitenschwingungen werden von drei Singlecoil-Pickups eigener Herstellung sowie einem
Piezo-Pickup für akustische Sounds abgenommen. Hierzu ist die komplette L.R.-Baggs-Power-Bidge
installiert worden.Mit einem Fünfweg-Schalter lassen sich die drei Singlecoils
wie bei einer Fender Stratocaster schalten. Und mehr:
Bei hoch gezogenem Master-Ton-Poti wird der Hals-Pickup dem gerade eingestellten PU in Serie
hinzu geschaltet. D. h. in der Mittelstellung des Fünfweg-Schalters
ergibt sich die Kombination Hals-plus Mittel-Pickup seriell, in der fünften Position
Steg- plus Hals-Tonabnehmer seriell.
Somit bietet diese einfach zu handhabende Schaltung sieben verschiedene Sounds,die allesamt noch
mit dem Piezo-Pickup kombiniert werden können, der über den dritten Drehregler
stufenlos zugemischt werden kann. Über den Master-Volumenregler wird das komplette Signal
dann mit dem Mono-Ausgang (Klinkenbuchse) verbunden.
Zur Feinabstimmung des Piezo-Signals befinden sich im Elektronikfach
ein Vorverstärker und ein Fünfband-Equalizer von Shadow, der über Trimm-Regler eingestellt wird.
den kommpletten Testbericht gibt es hier von Gitarre&Bass